Umbau des 13cm-RX von Pollin (V1.1, 26.03.06) - öffnen des Gehäuses - entfernen der Mutter an der SMA-Buchse - entfernen des Steckverbinders am RX-Modul - Ausbauen des RX-Modules - entfernen der beiden Deckel oberen Deckel durch leichte Drehung unter dem Steckverbinder herausdrehen - Entfernen des 8pol. IC´s auf der Unterseite, Pin1 merken ! - Zinnbrücke zwischen Pin 5-6 - Drahtbrücke zwischen Pin 4-7 Oberseite: SMA-Buchse liegt rechts oben Unter der C-Diode links oben in der Ecke ist ein SMD-C Dieses C auslöten und durch 5,6p ersetzten. Mein Original hatte ca. 4,1p. Damit lies sich die PLL aber nicht bis auf 2300MHz abstimmen sondern war bei ca. 2370MHz am Ende. Man kann das auch später machen wenn´s nicht reicht. Die PLL-Regelspannung liegt zwischen ca. 0 und 4,8V und kann leicht nachgemessen werden. Messpunkt ist direkt über dem Kollektor des Transistor unterhalb des SP5055 der freie Kontaktpunkt. Die beiden Datenleitungen des I2C-Busses liegen dann am originalen Schalter für die 4 Kanäle. Dieses Schalter also auch entfernen und dann hier den Controller anschließen. Das ist alle an notwendigen Arbeiten ! Man kann noch den NF-Verstärker anzapfen. In dem U2861B sind 2 Stummschalteingänge und ein Abschwächer drin. Damit lässt sich mit geringem Aufwand eine Squelch nachrüsten. Man braucht nur eine Auswerteschaltung. Entweder mit einem LM1881 oder einfach mit einer NF-Squelch (Hochpass - Gleichrichter - Trigger) Leider ist im Original das NF-Signal am ersten Ausgang herausgeführt. Der lässt sich mit dem Mute-Eingang stumm schalten. Für eine NF-Squelch muss das Signal aber ständig am Auswerter anliegen. Deshalb kann man mit 2 Drahtbrücken den 2. Schaltanschluss und den 2. NF-Ausgang nach draußen führen. Dafür sind ja noch 2 Leitung von dem alten Kanalumschalter frei. Am 2. NF-Ausgang ist auch der Abschwächer dran, der leider offen (= Stumm) ist. Mit einer Brücke zwischen Pin9 und +5V ist das zu beheben. Pin8 ist der NF-Ausgang und Pin11 ist der Schalteingang. Die werden mit einem kurzen dünnen Draht an die 2 noch freien Anschlüsse der Steckerleiste geführt. Eine Squelch-Schaltung folgt später. Das PLL-IC SP5055 bietet noch 6 Ausgänge/4Eingänge. Diese sind z.Z. nicht genutzt und könnten bei Bedarf beschaltet werden. Da die Software im Quelltext vorliegt ist hier auch eine Anpassung möglich. Eine Idee dafür habe ich aber noch nicht. Ein Feldstärke-Signal gibt es leider nicht. ----------------- PIC-Controller + Anzeige Als PIC kommt ein PIC16F628 zu Einsatz. Ein PIC16F84 ist ev. auch möglich, aber nicht getestet. Außerdem hat der 16F628 noch Reserven im Speicher, der 16F84 wäre bis auf 1Byte voll. Die Software habe ich von der Webseite von DL1MFK herunter geladen [1]. Er hat die Software von einem anderen Autor für den SP5055 angepasst und stellt verschiede Varianten bereit. Ich musste nur den maximalen Offset (RX hat 439,5MHz) und die Abfragezeit für die Tasten ( sonst ging der "Doppel-Klick" für den Setupmode schlecht ) ändern. Die (UN)LOCKED-Anzeige scheint noch einen Fehler zu haben. (zeigt immer LOCKED, auch ohne PLL oder wenn wie PLL ausserhalb des Bereiches arbeiten soll) Der PIC braucht KEINEN Quarz (16F628) weil er mit einem internen RC-Oszilator von ca. 4MHz arbeitet. Für die Funktion ist die genaue Frequenz unerheblich. Es wird nur der I2C-Bus, die LCD-Anzeige und die Tasten bedient. An den Eingängen sind 5 Pullup-Widerstände 10..33K angeschlossen. Ein 100n-C zum Abblocken und das war's schon an Schaltung. Der Rest ist nur die Verdrahtung der Anzeige und Tasten. Der TX-Modus (siehe Softwarebeschreibung) lässt sich als Speicher für einen 2. Kanal verwenden wenn man am PTT-Eingang einen Schalter anschließt. Da im Speicher noch Platz ist werde ich da ev. noch ein paar Modifikationen vornehmen (siehe unten) Die Software bietet original folgende Funktionen : * Frequenzbereich 120..2700MHz (SP5055) * Unterstützung von RX und TX in einer PLL mit beliebigen ZF-QRG´s ( Offset) von +500..-500MHz (im Quelltext! änderbar) * PTT-Eingang und PTT-Ausgang (verzögert bis PLL eingerastet) * +/- Tasten für 125KHz-Schritte (im Programm auf Vielfache von 7,8125KHz änderbar) * länger drücken für mehrer 250KHz-Schritte (änderbar) * Shift-Taste für 2,5MHz-Schritte (änderbar) * länger drücken für mehrer 25MHz-Schritte (änderbar) * RX-QRG wird sofort an die PLL gesendet * TX-QRG erst 1s nach PTT off * 2s nach dem Loslassen der Tasten wird die QRG im EEPROM gespeichert. (um die Anzahl der Schreibzyklen im EEPROM zu reduzieren) * Min/Max und Offset-QRG werden im EEPROM dauerhaft gespeichert. (Setup siehe Beschreibung) * Multiplikator ( max 2 für 13cm wegen Zahlenüberlauf) Setup-Mode: PowerOFF, Shift gedrückt halten, PowerON, 2x Shift drücken Einstellbar, jeweils nach Shift (loslassen) - Multiplikator - RX-Min - RX-Max - RX-Offset - TX-Min - TX-MAX - TX-Offset Im Setup-Mode wirkt eine gedrückte Shifttaste wie normal zum vergrößern der Schrittweite. Mit Doppel-Shift kommt man wieder in den Setup-Modus, bis zum ausschalten. ------- ALDI-Sender -------- Der PIC ohne LCD-Anzeige und Tasten lässt sich auch hervorragend in der ALDI-Kamera als Steuerchip einsetzten. Platz ist dafür genug. In der ALDI-Kamera werkelt ein SP5056. Dieser ist in der Programmierung hier voll softwarekompatiebel. Der PIC muss dafür nur in einem Teil mit LCD-Anzeige und Tasten Auf die Sollfrequenz eingestellt werden (Offset auf 0MHz !) Durch den EEPROM geht ja nichts verloren. Durch den Einsatz von IC-Fassungen ist es dann einfach auch mal die QRG zu ändern. In der ALDI-Kamera muss außer dem Entfernen des originalen Controllers und dem Einbau der Brücken wie in einem anderen Text beschrieben nichts geändert werden. Bei mir ereichte die PLL den AFU-Bereich problemlos. Der Empfänger der ALDI-Kamera geht prinzipell auch mit dem beschiebenen PLL-Controller. Allerdings kommt man nur sehr schlecht an den originalen Controller heran. Dieser sitzt auf der Rückseite eine durchkontaktierten Leiterplatte, die mit einem mehrpoligen Verbinder im 2mm-Raster aufgelötet ist. Das Abtrennen der SMD-Anschlüsse vom SP5055 für SDA/SCL von der Platine ist auch nicht so einfach. Ausblick: Die Bedienung mit den +/- Taster ist für häufig Frequenzwechel oder mehrer feste QRG´s nicht optimal. Deshalb werde ich demnächst die Software so ändern, das man zwischem einem VFO und einem MEM-Modus wechseln kann. Im EEPROM des Controllers ist noch Platz für weitere Speicher. Quellen: [1] http://www.dl1mfk.de/HF/13cm/soft/pll_628.asm