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Nachdem ab 1989 doch die "Luft" beim Eigenbau von Geräten etwas raus war, kam doch in den letzten Jahren immer wieder der Gedanke auf mehr zu bauen. Gerade durch ATV und das Beschäftigen mit den Frequenzen oberhalb 70cm, eröffneten sich viele Möglichkeiten für den sinnvollen Eigenbau von Geräten und Baugruppen.
Das Leiterplattenmaterial muß man auch nicht mehr, wie vor 1989, umständlich mit Fotolack beschichten, oder die Leiterplatten von Hand zeichnen.
Technisch sind die Möglichkeiten durch die moderne Computertechnik ebenfalls weit größer, als damals. Man braucht kein Fotolabor um die Folien zu erstellen. Also warum nicht "Back to the Roots" und Leiterplatten wieder selber anfertigen. Das Erfolgserlebnis ist allemal größer, als der Aufbau von Bausätzen.
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Für das Erstellen der Folien benutze ich Injekt-Overheadfolie. Prinzipiell geht jede Injekt-Overheadfolie. Die besten Erfahrungen habe ich allerdings mit Folien von "Zweckform" Nr.2503 gemacht ( gibt es bei Reichelt).
Zum bedrucken braucht man auch keinen Laserdrucker. Es gibt seit einigen Jahren Drucker von Epson mit der so genannten "Durabright"-Tinte, welche pigmentiert ist und eine gute schwarz-Deckung erreicht.
Ebenso gibt es Drucker von Canon mit sogenannten "ChromaLife 100"-Tinte, welche ebenfalls pigmentiert ist.
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Bis Dezember benutze ich den Drucker Epson Stylus C84 und seitdem den Canon PIXMA iP4200. Beide machen ein sehr schönes, scharfes und gut deckendes Druckbild. Es gibt von beiden Firmen eine ganze Reihe von Druckern, die die gleiche Tinte benutzen. |
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Folienausdruck mit dem Canon PIXMA iP4200. Sehr schöne Konturen und gut deckend. Nach dem drucken ist die Folie praktisch sofort trocken und benutzbar. |
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Als Belichtungsgerät benutze ich einen Gesichtsbräuner. Der ist bei weitem billiger, als ein "richtiges" Belichtungsgerät. Ein paar Leisten als Abstandshalter dazwischen, darüber eine Glasplatte. Dann kommt die Folie und das Fotobeschichtete Leiterplattenmaterial darauf. Das ganze wird dann natürlich noch von oben beschwert. Je nach Alter des Leiterplattenmaterials belichte ich 1-2 min und entwickle sie danach ebenfalls in 1-2 min. |
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Nach dem Belichten und entwickeln, kommt das ganze in meine Ätzküvette, die mit einem Aquarienheizer bei ca. 40 Grad beheizt wird. Belüftet wird mit einer Membranpumpe. Den Bau der Küvette beschreibe ich näher unter oben stehenden Link. |
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Eine Leiterplatte beim "köcheln" in der Ätzküvette |
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Zum Entwerfen der Leiterplatten benutze ich "Sprint Layout". Programme wie "Eagle" und "Target" waren mir bisher zu aufwändig. Ich mag einfache Programme, wo man ohne sich lange einzuarbeiten Ergebnisse sieht.
Sehr schön funktioniert der Ausdruck auf Overheadfolien natürlich auch mit Scans oder PDF-Dateien aus Zeitschriften, wie z. B. dem "Funkamateur".
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Gegenüber früheren Jahren, macht diese Methode des Erstellens von Leiterplatten natürlich mehr Spaß und das Ergebnis ist viel schneller sichtbar. Wenn ich daran denke, was ich so an Zeit aufgewendet habe, Leiterplatten mit Röhrchenfeder und Schablonen zu zeichnen und sie dann von Hand in der Entwicklerschale zu ätzen....
Wenn man alles zusammenzählt: ausdrucken, max. 2min belichten, max. 2min entwickeln, danach übernimt die Ätzküvette ganz allein die Arbeit. Da ist der Weg von der Idee zum fertigen Projekt nicht mehr so lang wie früher. So manche Wochenendidee oder in der Fachzeitschrift gesehene Projekt, ist so schnell angegangen, bevor die Lust schon wieder vergeht...hi.
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