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Umbau 13cm-Pollin RX
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Seit einiger Zeit, gibt es eine ganze Reihe verschiedener Funk-Kamerasets bei unterschiedlichen Anbietern, für "wenig" Geld zu kaufen. Fast alle eröffnen für uns Funkamateure Möglichkeiten zur Nutzung auch im Amateurfunkbereich. Bei ebay gibt es diese Sets sogar in 23cm Versionen. Viele von diesen Sets sehen äußerlich gleich aus. Aber Achtung, innen kann das schon völlig anders aussehen.

Hier möchte ich nun den Umbau des 2,4Ghz Empfängers von Pollin (580143) beschreiben. Danke an Ronald, DL4HUF, der vor ca. 8 Wochen das Glück hatte eines der ersten Sets zu erhalten und die notwendige Voarbeit geleistet hat. Seinen Ausführungen dazu könnt Ihr hier lesen.

Als Frequenzdisplay nutzen wir das 2x16 Zeichen Display von Pollin (120153). Es gehen natürlich auch andere Displays. Man kann natürlich auch das komplette Display mit PIC von Lechner nutzen. So war das ganze Projekt aber bei weiten kostengünstiger und schließlich ging es uns ja auch um den Eigenbau, daß Beschäftigen mit der Sache.

Das ist die Schaltung der Frequenzanzeige und Steuerung des Empfängers via I2C-Bus

Für die Schaltung habe ich mit Sprint-Layout 4.0 eine Leiterplatte entwickelt. Der Quarz muß nicht bestückt werden, ist nur Bestandteil einer späteren Erweiterung. Auf Anfrage, schicke ich gern das Layout als Sprint-Layout-Datei per email zu.

Der eigentliche Umbau des Empfängers ist recht einfach. Jeder kann da natürlich seinen Weg in der Ausführung gehen. Hier nun meiner:
Lösen der 4 Gehäuseschrauben und entfernen der Gehäuseoberschale.

Mutter der SMA-Buchse abschrauben und Tuner entnehmen.

Gehäusedeckel des Tuners abnehmen.

Entfernen des 8-poligen IC auf der Unterseite des Tuners.
Zinnbrücke von Pin5 nach Pin6 und Drahtbrücke von Pin4 nach Pin 7.

Danach Tuner wieder einbauen. Oberen Deckel des Tuners noch nicht aufstecken.

Ausbauen des Schalters. Das oberste Pin ist SCL ,darunter SDA.

Wer will, kann das Kabel für den I2C-Bus natürlich auch an der Steckerleiste des Tuners anlöten. Wer den ersten Test nicht abwarten kann und den Schalter noch nicht ausgebaut hat, sollte ihn in Stellung 4 stellen. Bei Stellung 1 und 2 liegt ansonsten Masse auf einer Datenleitung.

Als Kabeleinführung, habe ich gleich die Aussparung des Schalters genutzt. Für die +5V Betriebsspannung und Masse des LCD-Displays, habe ich zwei Löcher neben dem 7805 gebohrt. Die beiden Anschlüsse SDA und SCL wurden wie obiges Bild gemacht.

Nun kann, nach Anschluß des PIC-Displays, der Empfänger in Betrieb genommen werden. Es gibt scheinbar doch recht große Exemplarstreuungen im Frequnzbereich. Bei Ronald, DL4HUF, seinem RX war die min. untere einstellbare Frequenz 2370 MHz, bei mir sind es 2317 MHz.

Wer damit Probleme hat, muß einen Kondesator tauschen. Er befindet sich auf der Oberseite des Tuner in der Nähe der Kapazitätsdiode, siehe Bild,unten. Bei Ronald hatte er im Original 4,1 pF und wurde von ihm durch 5,6 pF ersetzt.

Da bei mir die untere Frequenz 2317 MHz beträgt, habe ich ihn erst einmal nicht geändert.

Man kann die PLL-Regelspannung leicht am Kollektor des Transistors, unterhalb des SP5055 nachmessen und somit kontrollieren wie weit sie auf die Eingabe des LCD-PIC-Steuerung reagiert.

Lage des Kondensators und des Messpunktes.

Die Leiterplatte wurde scheinbar in China von Hand gelötet. Sieht unter der Lupe ziemlich "krauslig" aus. Die ALDI und LIDL-Empfänger sind in der Qualität der Ausführung doch bei weitem besser.

Mein Display habe ich in ein abgesetztes Gehäuse gebracht, welches ich von Reichelt-Elektronik bekommen habe. Bestellnummer SP2000SW. Die Bedienung erfolgt über 3 SMD-Taster für QRG+, QRG-, und SHIFT. Wer mit Frequnzversatz senden will, braucht noch eine 4. Taste für PTT-IN.
Fertig aufgebaut und mit Mini-DIN-Stecker und Kupplung verbunden.
Im Vergeich mit zwei "ALDI-Empfängern" zeigt sich, daß der "Pollin-Empfänger" deutlich empfindlicher ist als diese und das trotz der doch recht schlechten Verarbeitung auf der Leiterplatte.

Der Freqenzbereich des Empfängers überstreicht den gesamten 13cm Amateurfunkbereich und ISM-Bereich.

Das Projekt hat viel Spaß gemacht und war sehr kostengünstig. Die Kosten für die PIC-LCD-Anzeige lagen bei ca 15,- Euro.

Nun steht nur noch die Frage, "Was bauen wir als nächstes???", denn Amateurfunk ist Selbstbau, oder?

Weitere Möglichkeiten der PIC-Steuerung, z.B. in der "ALDI-Funkkamera", könnt Ihr Ronalds Text entnehmen.
Zur Vollständigkeit hier noch der Quellcode des verwendeten PIC 16F628. Der Quellcode wurde von www.dl1mfk.de übernommen und von Ronald, DL4HUF motifiziert.

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